Meteorit Seymchan – Magadan, Russland

Typ: Pallasit
Fundort: Magadan, Russland
Gewicht: 8,7g
Dimensionen: 36 x 31 x 1 mm 
Jahr des Fundes: 1967
Bekanntes Gesamtgewicht: 323,3 kg
Oberflächebehandlung: geschnittene, polierte Scheibe
Notiz: Der Rand ist rundum in seiner ursprünglichen Form erhalten, da die Scheibe aus einem einzigen Rohstück geschnitten wurde. Bei so kleinen Scheiben ist das eine Seltenheit.
Tipp: Die Widmanstätten-Strukturen sind bei diesem Exemplar außergewöhnlich deutlich ausgeprägt, was nicht alltäglich ist – es handelt sich um Spitzenqualität.

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Artikelnummer: MESM45
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Kategorie: Seymchan
Nach Name: Seymchan
? Typ: Stein-Eisen
? Oberflächebehandlung: Geschnitten
Verpackung: Keine
Spezialitäten: Widmanstättens Muster
Meteorit Seymchan – Magadan, Russland
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Der Meteorit Seymchan fiel in der Region Magadan in der Nähe der Siedlung Seymchan in Russland, allerdings ist das genaue Datum des Falls nicht bekannt. Entdeckt wurde er im Jahr 1967 – das erste Fragment mit einem Gewicht von 272 kg wurde im Juni desselben Jahres gefunden, das zweite Stück mit 51 kg im Oktober, also nur wenige Monate später. Bei den ersten Untersuchungen wurden ausschließlich metallische Teile des Meteoriten entdeckt, weshalb er zunächst als Eisenmeteorit des Typs IIE klassifiziert wurde. Erst im Jahr 2004 stellte man bei weiteren Analysen fest, dass 20 % der Proben Olivinkristalle enthalten, wodurch Seymchan neu als Pallasit – ein Stein-Eisen-Meteorit – eingestuft wurde.

Besonders interessant ist seine ungewöhnliche innere Struktur. Einige Bereiche sind reich an Olivineinschlüssen – diese bezeichnet man als pallasitische Teile –, während andere fast ausschließlich aus Eisen-Nickel-Legierungen bestehen, hauptsächlich Kamacit und Taenit. In den metallischen Bereichen des Meteoriten lassen sich durch Polieren und anschließendes Ätzen mit Säure die charakteristischen Widmanstätten-Strukturen erkennen, die durch langsame Abkühlung der Legierung im Weltraum entstehen. Zusätzlich zu Eisen und Nickel enthält Seymchan auch Minerale wie Troilit, Schreibersit und Chromit.

Reiner Metallbereich aus Kamacit und Taenit
Pallasitischer Bereich mit Olivineinschlüssen
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Wie ist er entstanden?

Herkunftlich stammt der Meteorit von einem differenzierten Asteroiden aus dem Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter, der in einer frühen Entwicklungsphase eine Aufschmelzung und Trennung seiner Bestandteile durchlief. Schwerere Elemente wie Eisen und Nickel sammelten sich im Kern, während leichtere silikatische Minerale den Mantel bildeten. Durch spätere Kollisionen und dynamische Prozesse vermischten sich diese Komponenten. So entstand ein einzigartiger Meteorit, der sowohl rein metallische Bereiche als auch pallasitische Teile mit zahlreichen Olivinkristallen enthält.